Bartagame
(Pogona vitticeps)
Kurze Beschreibung:
Merkmale: Femoralporen und Präanalporegn beim Männchen in der Paarungzeit größer als normal
Aktivität: tagaktiv
Labensweise: Bodenbewohner
Gesamtlänge: 55 cm
Körperlänge: 30 cm
Terrarium: Wüstenterrarium mit 10 cm hohem Sand-Substrat, Versteck- und Klettermöglichkeiten bieten
Terrariengröße: 150x120x90 cm (für die paarweise Haltung ausgewachsener Tiere
Temperartur: Tagsüber 28-30 °C , Nachts 18-20 °C , Sonneplatz 40-45 °C
Luftfeuchtigkeit: 50-70%
Beleuchtung: 12-14 Stunden (UV-Bestrahlung nötig)
Hinweise zur Haltung: Nur mit einem Männchen halten
Fütterung: Heuschrecken, Grillen, Heimchen, junge Mäuse und Ratten, Obst und Gemüse
Eigenschaften: liegt gerne in der Sonne, wird sehr schnell zahm
Ausführliche Beschreibung:
Aussehen
Die Bartagame erreicht eine Körperlänge von ca 55 cm, davon ist der Körper ca 30 cm lang, ihr Kopf ist leicht dreieckig mit kleinen Schuppen bedeckt und der Körper recht kräftig. Die Bartagame besitz nur kurze Vorder- und Hinterbeine in denen viel Kraft steckt was ihr ermöglicht zu springen.
Ihren Namen "Bartagame" Verdankt die Bartagame ihren Stacheln am Kopf die einem Bart ähneln, sie besitzt auch Stacheln an den Körperflanken und oberhalb der Ohren.
In der feineren Beschuppung am Rücken und am Bauch findet man kleine Verkielte Schuppen.
Die Bartagame besitzt einige Präanofemoralporen mit denen sie Duftsekrete absondern kann.
Die Farben der Bartagame wariieren zwischen hellbraun und dunkelbraun, teilweise sogar schwarz und grau. Ein dunkler Streifen zeichnet sich vom Trommelfell bis zu den Augen und der Bauch der Bartagame ist meist einfarbig hell mit einigen kleinen Flecken.
Es gibt auch kleinwüchsige Bartagamen mit einer maximalen Körperlänge von 17,5 cm. Sie sehen aus wie eine normale Bartagame, nur kleiner.
Lebensgewohnheiten
Die Bartagame sitzt gerne auf Felsen, umgekippten Bäumen, Ästen und anderen höhergelegenen Plätzen, die meistens nur zum fressen verlassen werden. Als Lauerjäger beobachtet Die Bartagame das Beutetier zunächst, um dann mit einem Sprung oder in einem kurzen Sprint zuzuschlagen. Wie alle Reptilien ist die Bartagame wechselwarm, das heißt sie ist nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur von selbst zu regulieren, da die geringe Menge an Stoffwechselwärme schnell über die Haut entweicht. Somit ist die Bartagame von der Lufttemperatur und von aufgewärmten Felsen abhängig. Je kälter die Umgebung ist, umso dunkler färbt sie sich und inaktiver ist sie. Erst wenn es sich mithilfe der Sonneneinstrahlung genügend aufgewärmt hat, wird die Bartagame wieder heller und fägt wieder an zu jagen. Sobald die Körpertemperatur unter einen bestimmten Punkt gesunken ist, muss erneut ein warmer Ort aufgesucht werden. Bartagamen halten Temperaturen von bis zu 50°C aus, trotzdem können sie an einem zu langem Sonnenbad sterben. Wird es zu warm, suchen die Bartagamen den Schatten auf und hecheln mit weit geöffnetem Maul, um Verdunstungskälte zu erzeugen.
Männliche Bartagamen verhalten sich standorttreu und verteidigen ihr besetztes Revier gegen mögliche Konkurrenten. Betritt ein anderes Bartagamenmännchen das Revier, nickt der Inhaber mit dem Kopf und spreizt bald darauf seinen Bart ab. Schwächere und Jüngere Bartagamen ziehen sich dann meist zurück. Gleichstarke Exemplare reagieren jedoch nicht und vordern einen Kampf herraus. Zunächst blähen beide Kontrahenten ihre Körper auf und platten sie seitlich ab, um ihren Körper gewaltiger aussehen zulassen. Nach mehrmaligem Umkreisen des Gegners fangen die Bartagamen an sich zu beißen. Die Bartagamen versuchen sich an der Schwanzwurzel zu packen. Gelingt dies, so wird die schwächere Bartagame hochgehoben und durchgeschüttelt. Das wird so oft gemacht bis die schwächere Bartagame dem Sieger durch kreisende Bewegungen mit den Armen klra macht das sie aufgeben will. Der Schwanz wird bei so einem Kampf oft abgetrennt.
Im Winter bei einer Themperatur von weniger als 20°C, macht die Bartageme einen Winterschlaf von ca 2 Monaten. Dabei wachen die Tiere aber zwischendurch auf, um zu fressen oder sich ein bisschen zu bewegen. Die Ruhephase ist für eine erfolgreiche Vermehrung und eine längere Lebensdauer von großer Bedeutung. Bartagamen verzehren pflanzliche und tierische Kost. Gefressen wird alles, was getötet werden kann, z.B. Insekten, Mäuse, Wirbellose Tiere, kleine Vögel und kleinere Echsen. Gerade kleine Bartagamen ernähren sich meistens von tierischer Kost. Diese macht bei älteren Bartagamen nur etwa die hälfte der aufgenommenen Nahrungsmenge aus, die restlichen 50% bestehen aus Salat und andere pflanzliche Kost. Um die Genießbarkeit zu testen lecken Bartagamen oft mit der Zunge am Futter.
Haltung
Bartagamen sind die am meisten gehaltene Echsenart. Das liegt daran, dass sie als eine der ganz wenigen Arten der kleineren Echsen handzahm werden.
Das Terrarium sollte für 2 ausgewachsene Bartagamen von 55 Zentimetern Gesamtlänge 150x120x90cm groß sein.
Die Temperatur sollte tagsüber 28-30°C und nachts 18-20°C betragen. Die für Nachts gwünschte Temperatur erhällt man leicht indem man den Wärmesport ausschaltet, die normale Raumtemperatur beträgt normalerweise immer zwischen 18°C und 22°C von daher ist es nicht schwer diese Temperatur ins Terrarium zu bekommen. Tagsüber sollte der Wärmespot eine Temperatur von ca 40-45°C abgeben, damit die Bartagamen sich aufwärmen können.. Aber auch Schattenstellen zum Abkühlen müssen vorhanden sein. Gefüttert werden die Bartagamen mit Heimchen, Heuschrecken und kleinen Mäusen, aber auch täglich mit Obst und Gemüse. Während bei jungen Bartagamen der tierische Anteil bei 80% liegen sollte, kehrt sich das Verhältnis mit zunehmendem Alter um. Gesunde Bartagamen sind ziemlich gefräßig und fressen so gut wie alles. Allerdings spezialisieren sich die Bartagamen mit der Zeit auf bestimmte Nahrungsmittel. Ob das Gemüse, Obst oder Insekten sind, ist ziemlich unterschiedlich. Zitrusfrüchte sind nicht zu empfehlen, da diese zu sauer sind. Wenn man das Terrarium bepflanzen will, muss man darauf achten, dass die Pflanzen hart und nicht stachelig sind, da sie sonst gefressen werden oder sich das Tier verletzen kann, also keine Kakteen verwenden, so schön diese auch aussehen.