Beleuchtung: 12-14 Stunden (UV-Bestrahlung sehr wichtig!)
Hinweise zur Haltung: Tiere nur einzeln Halten, 2-3 mal am Tag Sprühen.
Fütterung: Heimchen, Streppengrillen, Heuschrecken, Schaben, Obst und Gemüse
Eigenschaften: Einzellfälle werden sehr zahm
Ausfühliche Beschreibung:
Herkunft
Das Jemenchamäleon bewohnt ein großes und klimatisch gutes Verbreitungsgebiet im Süden der arabischen Halbinsel. Die Chamäleons im Norden der Insel sind farblich viel deutlicher gezeichnet als die im Süden. Die Jemenchamäleons besiedeln zum Teil recht unterschiedliche Lebensräume. Man findet sie sowohl in den trockenen weniger bewachsenenHochebenen Jemens und Saudi-Arabiens als auch in den vegetationsreichen Berghängen Südjemens.
Merkmale
Je nach Herkunft werden die Männchen bis 60cm groß und die weiblichen Jemenchamäleons bis 50cm lang. Dieausgewachsenen Jemenchamaeleons tragen tragen einen Helm auf dem Kopf. Dieser Helm ist bei den Männchen mit bis zu acht Zentimetern Höhe nicht nur größer, sondern auch viel auffälliger als der der Weibchen. Außerdem haben männliche Jemenchamäleons an den hinteren Füßen einen Sporn, welcher bei jungen Jemen Männchen schon bald nach dem Schlupf als Beule zu erkennen ist. Im Laufe des Wachstums kommt noch eine Verdickung des Schwanzbereiches an der Kloake hinzu. Die Färbung beider Geschlechter ist abhängig von der Stimmung und kann sehr stark unterschiedlich sein. Das Farbspektrum ihrer Chromatophoren umfasst grün, braun, weiß, schwarz, gelb und orange, sowie viele Zwischentöne.Die Grundfärbung der Jemenchamäleon Männchen wird oft von Grüntönen dominiert. Dabei sind meist drei, seltener vier oder fünf vertikale, breite, gelbe, häufig dünn braun gerandete Streifen an den Seiten zu sehen. Diese können durch horizontale dunklere Flecken verbunden sein. Die Weibchen zeigen oft eher grüne Töne.. Der Körperbau bei einem Jemenchamäleons ist fastzinierend, die beiden unterschiedlich beweglichen Augen, die lange Zunge, der Helm, die Foten Jemenchamäleons sind fast einzigartig.
Verhalten und Lebensweise
Die Jemenchamäleons findet man meistens in Bäumen oder Büschen, seltener aber auch auf dem Boden. Nachts zum schlafen legen die Chamäleons sich flach mit dem Bauch auf einen Ast und umklammern diesen meist mit dem Schwanz.
Revierkämpfe
Die männlichen Jemenchamäleons sind Einzelgänger die ihr Revier gegen jedes andere Männchen verteidigen. Bei Kämpfen zeigen sie eine typische Drohzeichnung. Bringt dieses Imponierverhalten nicht den erhofften Effekt, kann es zu Kämpfen kommen, in deren Verlauf sich die Jemenchamäleons ernsthaft verletzen können. Dies passiert meistens, wenn dem unterlegenen Männchen die Rückzugsmöglichkeit fehlt. Schon vier Monate alte Männchen verhalten sich untereinander aggressiv. Weibchen sind untereinander verträglicher. Sollten aber auch nicht zusammen gehalten werden.
Ernährung
Wie alle Chamäleons sind Jemenchamäleons Kleintierfresser. Dabei werden vor allem die verschiedensten Insekten in bekannter Chamäleonmanier mit der Zunge geschossen. Allerdings werden auch Wirbeltiere nicht verschont. Neben der tierischen Kost wird pflanzliche Nahrung aufgenommen, besonders in Form von Blätter. Diese Nahrung dient unter anderem zur Ergänzung des Wasserhaushaltss, wobei auch Wasser, so in den meist steppenartigen Habitaten vorhanden, getrunken wird. Meist wird es als Tropfen von Blättern abgeleckt. Junge Jemenchamäleons benötigen viel Nahrung, da sie sehr schnell wachsen. So können ein paar Monate alte Jemen-Männchen schon auf 25cm Gesammtlänge heranwachsen.
Fortpflanzung
Trifft ein männliches Jemenchamäleon auf ein weibliches plattet es seinen Körper maximal ab, schaukelt ein wenig, rollt den Schwanz auf und ab und zeigt dabei sehr schöne Farben. Ist das Weibchen nicht zur Paarung bereit, färbt es sich dunkel und droht dem Männchen mit offenem Maul. Zieht sich ja männliche Jemenchamäleon daraufhin nicht zurück, kann es vom Weibchen ernsthaft gebissen werden, wobei es sich selbst nicht verteidigt. In der Natur ist das Weibchen einmal im Jahr paarungsbereit. Dies ist dann an einer bläulichen Färbung im Rückenbereich zu erkennen. Das balzende Männchen überholt das nur langsam flüchtende, paarungsbereite Weibchen und versetzt diesem heftige Stöße in die Flanke. Die sich mehrmals täglich wiederholenden Paarungen dauern zwischen 10 und 30 Minuten und finden in einem Zeitraum von meist drei bis vier Tagen statt.
Die sich anschließende Trächtigkeit wird vom Weibchen durch eine dunkelgrüne, fast schwarze Grundfarbe, mit gelben und bläulichen Flecken angezeigt. Nach einer Dauer von ca 20 bis 30 Tagen gräbt das Weibchen eine Höhle an deren Ende die im Schnitt 20 bis 35 Eier abgelegt werden. Danach wird diese Höhle verschlossen. Je nach Temperatur schlüpfen die 5 bis 7 cm großen Jungtiere nach fünf bis neun Monaten. Bei 28°C schlüpfen nach etwa sechs Monaten Männchen und Weibchen, während bei einer Temperatur von über 30°C fast nur Männchen schlüpfen. Meistens schlüpfen alle Jemenchamäleons in einem kurzem Zeitraum.
Terrarienhaltung
Das Jemenchamäleon is eigendlich relativ leicht zu halten. Die Temperatur sollte bei 28 bis 30°C liegen, mit einem Sonneplatz von ca 35°C. Im Winter sind 20 bis 25 Grad Celsius angebracht; hier reicht es im aus, den Spotstrahler nur ein bis zwei Stunden täglich einzuschalten. Die Beleuchtungsdauer ist der im natürlichen Habitat des Jemenchamäleons anzupassen und sollte im Sommer 12 bis 14 Stunden und im Winter 10 bis 11 Stunden betragen. Ungefiltertes Sonnenlicht oder spezielle Terrarien-Leuchtstofflampen sollten für ausreichend UV Strahlung sorgen. Eine freie Haltung im Zimmer ist nicht zu empfehlen, da man niemals das richtige Klima hinbekommt ohne das man Schimmel an den Wänden hat. Das Terrarium des Jemenchamäleons sollte täglich zweimal besprüht werden. Das Futter ist mit Vitaminen und Mineralstoffen aufzuwerten. Dies gilt insbesondere für im Wachstum befindliche Jungtiere. Den ausgewachseneJemenchamäleons wird nur alle zwei bis drei Tage ein Vitaminpräperat gegeben.
Paarweise Haltung gelingt nur selten dauerhaft und ist deshalb nicht zu empfehlen.